Brüggen im Wandel der Jahrhunderte

- Vom Königshof zur heutigen dörflichen Gemeinde -

Die Gemeinde Brüggen gehört zu den wenigen in der Bundesrepublik Deutschland, in der sich der Gründer des „Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation“, König und Kaiser Otto I., genannt der Große, mehrere Male aufgehalten hat. Insgesamt wurden von Otto I. vier Königsurkunden auf dem  Königshof  Brüggen ausgestellt.

 

937Die erste von König Otto I. in Brüggen im Jahre  ausgestellte Urkunde, gewährt  Bischof Balderich von Utrecht (Holland) das Münzrecht.
955König Otto I. bewilligt in Brüggen die Gründung des Klosters Fischbeck an der Weser.
961König Otto I. bekundet in Brüggen dem Bischof Landward von Minden die überlieferten Bistumsrechte.
965Durch eine in Brüggen ausgestellte Urkunde verleiht Kaiser Otto I. am 12.12. den Brüdern der Moritz-Kirche zu Magdeburg das Münzrecht und den Marktzoll zu Gittelde am Harz.
997Am 19.4. schenkt Kaiser Otto der III.  das Königsgut Brüggen dem Kloster Essen an der Ruhr. Zu Brüggen gehören Hemmendorf, Lehde und Banteln.
1039Eine Urkunde besagt, dass die Gandersheimer Äbtissin Adelheid Brüggen für das Kloster von Kaiser Heinrich dem III. erhalten hat.
1180Die Familie von Steinberg ist in Brüggen erstmalig nachgewiesen.
1207In einer päpstlichen Urkunde wird bezeugt, dass eine Burg in Brüggen existiert.
1220Zum ersten Mal wird die Ortskirche in Brüggen erwähnt.
1470Nach einer Urkunde hat es in Brüggen zu diesem Zeitpunkt 6 Meierhöfe und 7 Kothöfe gegeben.
1489Es werden 16 Kothöfe, ein Weinberg und eine Taverne genannt.
1505Der alte Holzbau der Kirche weicht einem größeren Steinbau. Die Ortskirche wird für 120 rhein. Gulden von der Kirche Rheden losgekauft.
1542Die Gemeinde Brüggen und das ganze Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel wird der lutherischen Kirche zugeführt.
1625Brüggen wird von Tilly`s Truppen geplündert.
1693Durch Friedrich von Steinberg wird das jetzige Schloss erbaut.
1741Errichtung der Relaisstation "Posthof" – an der von Hannover nach Göttingen führenden Landstraße (B3). Zum 1. Juli 1852 wird die Poststation aufgelöst.
1878Am 15.11. Errichtung der Bahnstation Brüggen an der Strecke Hannover-Kassel. Letzte Züge hielten in Brüggen am 25.05.1963. Das Bahnhofsgebäude wurde im Herbst 1966 abgerissen.
1890Errichtung einer Molkerei. Schließung der Molkerei zum 30.06.1964.
189515.11. wird die freiwillige Feuerwehr gegründet.
1909Brüggen erhält eine Wasserleitung und eine Kanalisation.
1965Bildung der Samtgemeinde Brüggen.
1974Seit dem 1.3. gehört Brüggen zur Samtgemeinde Gronau.

1975 -  2007

 

Dorferneuerungsmaßnahmen, Erschließung von Neubaugebieten, Dorfverschönerung
2016Durch die Fusion zum "Leinebergland" ist Brüggen jetzt ein Ortsteil der Stadt Gronau (Leine) im Landkreis Hildesheim, Niedersachsen. Seit dem 01. November 2016 ist Brüggen in die Stadt Gronau (Leine) eingemeindet.
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